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quare id faciam fortasse requiris nescio sed fieri sentio et excrucior

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November 17th, 2009

Prost!

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Alles Gute zum Weltstudententag!

Dürfen wir uns jetzt alle etwas wünschen?

 

November 12th, 2009

Klein, aber fein...

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Das BIERBROT!



Mmmmh.

October 26th, 2009

Kürbisalarm

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Jack





Kyle




 

October 9th, 2009

Et voilà: le Hausarbeit

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Endlich. Fertig.

Deswegen zur Erheiterung:

Obwohl das Buch eine Qual ist, war das Stöbern in den Tiefen der Unibibliotheken ein Traum.

PS: Wenn ich eine sehr gute Note erhalte, gebe ich den ersten beiden, die sich bei mir melden, eine Karte zu "New Moon" aus ;)

October 5th, 2009

Wolkenfabrik

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Als Kind hatte ich für alles Erklärungen. Auch für die Wolken.
Die Wolken macht nämlich die Zuckerfabrik in unserem Nachbarort. Da diese erst im Herbst wieder loslegt und ordentlich Wolken produziert, gibt es im Sommer auch keine.

Komisch. Früher war die Welt noch einfach zu begreifen.

September 23rd, 2009

Abschiedsworte

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...fallen mir meistens erst ein, nachdem ich mich umgedreht habe.
 
Abschiede haben die seltsame Angewohnheit, sich erst dann bemerkbar zu machen, wenn sie schon vorüber sind. 
Die letzten Minuten verbringe ich mich einer Anhäufung von Floskeln. "Viel Glück", "Genieß deine ersten Tage", "Gute Fahrt", "Viel Spaß mit deinen Freunden"... Natürlich meine ich das alles ehrlich, aber es ist nicht das, was ich ihr sagen möchte. Es sind nicht die Sätze, die ich meiner Schwester sagen will, wenn wir uns für einige Monate zum letzten Mal in die Augen sehen.  Und wenn ich sage: "Bis bald, machs gut, auf wiedersehen", dann ist das noch kein Abschied, denn wir umarmen uns noch ein letztes Mal und sie entgegnet ein paar Dankesworte...

Erst als ich mich umdrehe, als sie die Autotür zuschlägt und der Motor aufheult, als ich die Treppen zum Bahnsteig hochsteige, erst da fallen mir Worte ein, die ich ihr gerne gesagt hätte. Ein paar wirkliche Gefühlsbekundungen, die ich zwar in den Brief schrieb, der jetzt in einem ihrer Koffer liegt, die aber umso wertvoller gewesen wären, hätte ich sie ihr ins Gesicht gesagt.

Mein Herz wird schwerer, meine Augen voller Tränen, der Drang ihr zu sagen: "Ich habe dich lieb" ist fast schmerzhaft. Doch jetzt ist es zu spät. Der Abschied ist heimlich herangeschlichen und hat mich überrollt.

Jetzt hebe ich mir die Worte auf für den Tag, an dem wir uns wiedersehen. Dann werde ich hoffentlich mein Herz sprechen lassen und nicht nur meinen Verstand.


 
 

August 22nd, 2009

Malediven in unserer WG

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Der Plan

Die Entstehungsgeschichte


 
  



 


 





 



 






 



 

 


 


 


 



Schnelldurchlauf









YEAH!






 
Kosten, die Malediven in die eigene Wohnung zu verlegen: 21,99 € und einige Stunden Arbeit.
 

August 21st, 2009

Lebensschauer

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Gefunden auf dem Stoppelmarkt in Vechta.

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Kopf- oder Unifett, nur abzutrainieren durch Entspannung, durch die Lektüre einiger Bücher, exzessiven Film- und Alkoholkonsum, viel Schlaf, einiger Freunde und einige Momente absoluter Stille und Alleinsein.
Endlich fühle ich mich wieder leicht und befreit, werde kreativ, atme auf und durch. Meine Launen sind bisweilen eine Achterbahnfahrt, doch ich genieße sie, denn sie sind das pralle Leben. Hinfort die ewige gleichgültige Müdigkeit, der Druck in meinem Kopf, all das, was die letzten Semesterwochen bestimmte.
Natürlich gibt es schon wieder tausend Dinge für die Uni zu tun. Doch sie müssen warten.
W. heute beim Frühstück: Wer sich stresst, hat weniger Zeit. Wenn man mehr chillt, hat man auch mehr Zeit.
Irgendwie wahr. Zumindest für den Moment.

July 22nd, 2009

Wal oder Meerjungfrau?

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Definitiv Wal!

 
 

 Recently, a poster featuring a young, thin and tan
 woman appeared in the window of a gym. It said:
 
¨THIS SUMMER DO YOU WANT TO BE A MERMAID OR A WHALE?¨
 
  A middle aged woman, whose physical characteristics did not
 match those of  the woman on the poster, responded publicly to the question
 posed by the gym.
 
 To Whom It May Concern:
 
 Whales are always surrounded by friends (dolphins, sea
 lions, curious  humans).  They have an active sex life, they get
 pregnant and have adorable  baby whales.  They have a wonderful time with dolphins
 stuffing themselves  with shrimp.  They play and swim in the seas, seeing
  wonderful places like 
Patagonia, the Barren Sea and the coral reefs of Polynesia .
 Whales are  wonderful singers and have even recorded CDs.  They
 are incredible creatures and virtually have no predators other than
 humans. They are loved, protected and admired by almost everyone in the
 world.
 
Mermaids don’t exist.  If they did exist, they would be lining up outside the offices of Argentinean psychoanalysts due to identity crisis.  Fish or   human?  They don’t have a sex life because they kill men who get close to  them not to mention how could they have sex? 
Therefore they do not have kids either. Not to mention who wants to get close to a
 girl who smells like a fish store?

 The choice is perfectly clear to me; I want to be a whale.
 
 P.S. We are in an age when media puts into our heads the
 idea that only skinny people are beautiful, but I prefer to enjoy an ice
 cream with my kids, a good dinner with a man who makes me shiver and a
 coffee with my friends.  With time we gain weight because we
 accumulate so much information and wisdom in our heads that when there is no
 more room it distributes out to the rest of our bodies.  So we
 aren’t heavy, we are enormously cultured, educated and happy.  Beginning
 today, when I look at my butt in the mirror I will think,  Good gosh, look
 how smart I am.

 



   


Danke an L. für die Mail!

July 20th, 2009

Gegen den Stress, gegen die Nervosität, gegen unruhigen Schlaf, gegen ohne etwas zu tun sieben Minuten auf den Zug warten. Immer bist du da, immer flüsterst du in der Tasche, vor meinen Augen, im Rauch derer, die um mich herumstehen. Und immer wieder antworte ich: Du bist die letzte, wirklich und endgültig.

Wie aufhören? Bücher habe ich mir versprochen, aber erst, wenn die Klausuren vorbei sind. Denn dann ist der Stress ja vorbei. Oder?! Vielleicht noch auf Parties, aber das wird wieder teuer. Aber im Grunde sind es ja höchstens drei am Tag- aber warum dann nicht einfach auf diese verzichten?

Bin ich süchtig? Sind die Stimmen von Lust und Unlust die Anzeichen dafür, dass es nicht mehr funktioniert, einfach die letzte Zigarette zu rauchen?

Groteskes Spiel...


PS: Ich bin zum Bewerbungsgespräch wegen eines Tutoriums für die neuen Erstsemester eingeladen =)

June 29th, 2009

Neues Irmsch!

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June 19th, 2009

Bildungs ist keine Ware

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"Bildungsklau im ganzen Land- unsere Antwort Widerstand!"
 
Grundgesetz Artikel 8
(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
 







Nur einige Aktionen, die in Göttingen stattfanden:

Frühling der Stühle („Die Stühle des Seminars
sollen sich von der Dauernutzung erholen“)

Workshop Diplomstudierende wollen würdevoll
zu Grabe getragen werden

Diskussion mit mehreren Dozierenden zu
Fachbereichsforderungen der
Kulturanthropologie

Bachelor-Parcours „Der harte Weg zum Master“

Vortrag und Workshop Dipl.Psych. Beyer „Es
sollte um die Menschen gehen – Einführung in
die Kritische Psychologie“

Offener Lesezirkel und Almosen-Sammelaktion
für Studiengebühren

Flashmob: Kollektiver Zusammenbruch

Workshop: „Was würde Foucault wohl zum
Bachelor sagen?“

Ein Bad der Gefühle, als während der Demonstration die Information verbreitet wird, dass mittlerweile über 100.000 Studierende und Schüler auf die Straße gegangen sind. Dann der Rückschlag, dass die Polizei in Göttingen die Schüler daran hindert, sich den Studierenden am verabredeten Treffpunkt anzuschließen. Wut über die Aussagen der Bildungsministerin zum Bildungsstreik, Freude über Passanten, die Interesse zeigen und sich Zeit nehmen, sich über die Hintergründe der Aktion zu informieren. Die Anerkennung zeigen, für die vielen Stunden Arbeit, die dahinter stecken. Unverständnis gegenüber Menschen, die über politische Hintergünde wettern und dabei übersehen, dass viele der Studierenden das nicht als politische, sondern als ihre ganz eigene Sache sehen.
 
Für selbstbestimmtes Lernen und Leben!

Ansonsten gibt es natürlich auch noch das WG-Leben.
 
 
Einweihung des Balkons.



Post-It- Wust im Bad.
(Reaktion auf meine mittelalterlichen Ablautreihen, die dort hängen müssen, um sich in mein Hirn zu graben.)

Ohne die beiden Chaoten wäre ich schon längst hoffnungslos verloren.

<3
 

 



 



April 16th, 2009

Ah, Paris...c'est bon!

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Einige wenige Eindrücke:







 
  


 
  







 
   
 









Danke an C. und meine Schwester für ein paar wundervolle Tage!
 

April 9th, 2009

Grone behält die Krone

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... und ich danke ab.

Ein Scheppern, ein erneutes, fast schon hat man sich dran gewöhnt, ein gewaltiges. Das ganz langsame Öffnen der Augen, dann realisieren, dass es diesmal zu viel war.

Zu viel für G.s Fensterscheibe. Die äußere der beiden Glassscheiben weist ein Loch auf. Von dem Splitterregen und dem Scheppern ist sie aufgewacht, denn ihr Bett steht direkt am Fenster. Polizei rufen, ja, aber wer.

Feinde? Haben wir hier Feinde? Nein. Ja. Sicher. Immer mal wieder was passiert. Aufgestochene Radreifen, Böller auf dem Balkon, Äste, Zwiebeln, Eier, Tabakdosen... Aber wir haben doch nichts getan. Oder doch?

Zweimal, vielleicht dreimal reißt der Geduldsfaden, ein wütender Schrei ins Dunkle, auf den nur Gelächter und Sätze wie: "Komm doch runter du Hurensohn, komm doch, was willstu?!?!" folgen.

Ich kotze die ganze Nacht. Den darauffolgenden Tag. Mein Magen rebelliert. Ob es daran liegt oder nur an dem Essen?

Die Polizisten können wenig ausrichten. Sie geben sich Mühe, das Notizbuch ist allerdings schäbig. Als sie sich verabschieden, sage ich "Danke" und sie "nichts zu danken".

Ich hasse es, mich in meinem Zuhause nicht mehr sicher zu fühlen.




PS: Was mag der Polizist gedacht haben, der vor sich hingrinste, als er sich in G.s Zimmer umblickte? *g*

April 5th, 2009

In Göttingens Wäldern

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Vom Turm der Rapunzel, genudelten Schweinchen und der Weltenpoperze
 
An einem Frühlingssonntag machten sich ein mondgesichtiger Mann, ein Krieger in Lederhosen, eine Mutti und der selbsernannte Gott im weißen Automobil auf, die Wälder Göttingens zu erkunden.

Eine weise Frau war so freundlich der buntgemischten Truppe den Weg  zu zeigen. Doch schließlich blieb ihnen  nur noch die Möglichkeit sich zu Fuß durch die Ansammlung von Bäumen zu schlagen.

Nach einer kurzweiligen Weile erreichten sie den Rapunzelturm.
 

Gott stellte fest, dass er wohl das arme Rapunzelchen skalpiert hätte, wenn er der rettende Prinz gewesen wäre. Es war ihnen jedoch vergönnt, Rapunzels Zimmer zu besichtigen, weil ein älterer Herr viel Geld verlangte, das die übrigen Touristen auch bereitwillig zahlten.

Doch dank dieser Begebenheit, stießen die Gesellen nach einer kurzen Wanderung entlang des Weges, der sich durch den Wald vorbei an Stadtwerkeinstallationen schlängelte, auf...

DIE WELTENPOPERZE!

Ein süffiges, ekliges, kleines, stinkendes, von Blutegeln bevölkertes Tümpelchen, das inmitten zweier sich auftürmender Wälle lag. Der mondgesichtige Mann nickte selbstgefällig, denn er hatte schon seit dem Verlassen des weißen Mobils gewusst, dass er sich am Arsch der Welt befand.

Um Gott vom analen Befriedigen der Mutter Erde mit einem Stock abzubringen, griff die Mutti zu den mitgebrachten Keksen. Krümelnd und rauchend trat die Truppe ihren Weg zum Wildgehege an, von dem das Internet gefaselt hatte.

Dem Gequängel der Kiddies nachgebend, wurde noch eine Bratwurst gekauft, um sich dann gaffend vor die kleinen Schweinchen zu stellen, die mit ihren sehr beweglichen Nasenvorderteilen im Dreck wühlten- die Kastanien verschmähend, welche von den unsäglichen Touristenkindern dorthin geschmissen worden waren.
 

Der Krieger in Lederhosen konnte vor Freude kaum an sich halten, fast erschien es so, dass er sich familiär mit den Gefangenen verbunden fühlte. Oder war da gar mehr gewesen als nur die pure Niedlichkeit? Was hatte dieses Schild zu sagen?
 



Die Mutti geriet ins Grübeln. Es sollte andauern. Denn es stellten sich immer mehr Fragen auf dem Weg um das Gehege, den Gott verfluchte, auf dem sich der mondgesichtige Mann fragte, wie wohl Menschenfleisch schmecke, und der vom Lederhosenkrieger oftmals fröhlich hüpfend bewältigt wurde. Warum gab es zwei Albinotiere zwischen dem restlichen Damwild? Waren die Geweihe zum Schaufeln der Nester geschaffen, in denen die Stücke ihre Kinder ausbrüteten, einfach nur stundenlang auf dem Boden herumliegend? Oder konnten mithilfe der Antennen, welche die Köpfe auch der jüngsten Tiere verließen, außerirdische Signale empfangen werden?

Der Nachmittag in Göttingens Wäldern neigte sich dem Ende zu. Doch die meisten Geheimnisse warteten noch immer auf ihre Entdeckung!

March 20th, 2009

Eilmeldung aus dem Thav, Hildesheim:

Anlässlich eines Geburtstages weilte eine altbekannte eingeschworene Runde im Ort unserer vergangenen Jugend. Gebechert, gezecht, gestritten, gelacht, alles beim Alten, alles bestens.

Dann der Weg in die hintere Nische des Ladens zu den Toiletten. Mit der Türverriegelung gekämpft wie eh und je, dann die Erleichterung, der Blick an die Tür zur ewig gleichen Lektüre.

Die Lektüre: verschwunden.

Neues Rot, die Pinselstriche noch zu erkennen. Weg. Jahrelange erwachsene Konversation dahin.

Erinnerungen übergestrichen.

Irgendwie fühlte ich mich persönlich verletzt.
 
An a-m: Das j.'sche Anish... fort. =(

January 23rd, 2009

Auf Wiedersehen, Opa...

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January 14th, 2009

oder: Manchmal ist das Leben noch viel filmischer als ein Film.

Kurz bevor ich zur Uni fuhr, sahen wir in der WG dieses Video:
 

Ich schwang mich also auf mein Rad und machte mich im Schneeregen singend auf den Weg.

Mein Glück und Wohlbefinden lauthals in die Welt hinausschreiend, achtete ich nicht auf den Straßenverkehr. Ich sah also weder die große Schneematschpfütze, noch den darauf zurasenden LKW (der -im Nachhinein darüber nachgedacht- viiiiel zu dicht am Bürgersteig entlang fuhr). 

Es kam wie es schöner im Film nicht hätte sein können. Mein Mund voller salziger matschiger Schneescheiße, meine rechte Körperhälfte komplett verschmiert und nass, meine Flüche undeutlich aufgrund der Schneescheiße und meine Versuche, sie wieder loszuwerden, lächerlich.

Während ich darauf bedacht war, die Schneescheiße aus meinem Mund nicht gerade auf meine Jacke zu spucken, dachte ich bei mir: Kommen gleich lachende Menschen mit einer Kamera auf mich zu und Frank Elstner schreit "Willkommen bei der versteckten Kamera"?! Wird der LKW-Fahrer aufgrund meines Anblicks in eine Massenkarambolage verwickelt?

Es heißt also: Wenn du aufhörst auf dem Rad zur Uni zu rutschen, wenn jeder Gang nicht mehr dein letzter sein könnte aufgrund der akuten Genickbruchgefahr, dann nehme dich in Acht vor der miesen, fiesen Kombination aus Schneescheißepfützen und riesigen, rasenden LKW!

Anlässlich eines Themenabends im UniKino („Die 68er in Göttingen“ und „Der Baader Meinhof Komplex“)

Als man die alten „Revoluzzer“ vor der typischen schwarzen Zeitzeugenwand sieht, geht ein erstes verschmunzeltes Raunen durch den Saal. Ja, so sieht ein ehemaliger Germanistikstudent aus. Kiffende Menschen, lange Haare und Fackelmärsche. In Göttingen (fast) alles friedlich. Sehr lange teach- und sit-ins, Diskussion und Gedankenaustausch, eine lebendige, politische Studentenschaft, vor allen Dingen, eine die denkt und nicht nur paukt.

Heute?

Der pöbelnde Baader, die leicht wahnsinnig wirkende Ensslin, brutale Gewalt, die Hintergründe bleiben hintergründig.

Gewalt mit Gewalt bekämpfen? Darf geschossen werden?

Auf dem Rückweg nach Hause entbrennt eine Diskussion. Gewalt wird ausgeschlossen. Gewalt mit Gewalt bekämpfen? Der aktuelle Gaza-Krieg scheint Beweis genug, dass Gewalt eine wenig effiziente Methode darstellt, eine Lösung herbeizuführen. Mord für das Allgemeinwohl? Für mich nicht nachvollziehbar. Eher ein Zeichen von Ohnmacht. Sich nicht in der Lage fühlen, etwas zu ändern, mit den eigenen Gedanken etwas bewirken zu können.

Und warum sind wir nicht auf der Straße? Warum werden die demonstrierenden Studierenden von ihren eigenen Kommilitonen/innen persönlich beleidigt, wenn eine Vorlesung gestört wird? Warum wird nur noch gelernt, nicht mehr diskutiert, nicht mehr gedacht? Besitzen wir keine revolutionäre Energie mehr?

Oder zeigt die Wiederholung der Geschichte, dass alles Engagement sinnlos ist?

Die USA verschleißen ihre Kräfte in sinnlosen Kriegen, der Staat versucht auf subtile Weise den Bürger zum Objekt einer fragwürdigen Überwachungspolitik zu machen (zum Wohl einer Sicherheit, die es niemals geben kann), Bildung wird unbezahlbar und in eine Sammlung von Noten anstatt von eigenen Gedanken umgewandelt.

Ein System verbessern, das nicht durchdacht ist? Dass die Versprechungen, die es machte, um angenommen zu werden, nicht annähernd halten kann? Dass zu einer Probe für die Psyche wird?

Survival of the fittest im 21.Jahrhundert.

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